Wie wir arbeiten
Der Kürzungslandkarte versteht sich als unabhängiges, datenjournalistisches Watchdog-Projekt. Diese Seite beschreibt offen, wie Daten erhoben, kategorisiert, anonymisiert und veröffentlicht werden.
Datenerhebung
Meldungen werden über ein strukturiertes Online-Formular erfasst. Teilnehmen können Organisationen, Träger, Projekte und Mitarbeiter:innen aus dem österreichischen Sozialbereich. Eine ergänzende Recherche prüft öffentliche Quellen (Budgetberichte, Landtagsprotokolle, Pressemitteilungen).
Anonymität als Standard
Mehr als 80 % der Meldungen wurden anonym eingereicht. Aus diesem Grund sind alle Meldungen standardmäßig anonymisiert. Organisationsnamen, exakte Adressen und identifizierende Beschreibungen werden niemals ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der meldenden Stelle veröffentlicht. Bei anonymen Meldungen werden vor der Veröffentlichung Detailangaben geprüft, die eine Re-Identifikation ermöglichen könnten – und gegebenenfalls aggregiert oder entfernt.
Kategorisierung
Sektoren, Kürzungsarten und Folgekostenbereiche werden auf Basis eines festen Klassifikationsschemas zugeordnet. Die zugrundeliegende Taxonomie ist offen einsehbar; Mehrfachzuordnungen sind möglich. Heuristiken zur automatischen Klassifikation werden von Redaktion und Fachexpert:innen nachgeprüft.
Prüfung & Plausibilität
Eingehende Meldungen werden auf Vollständigkeit, Plausibilität und mögliche Doppelmeldungen geprüft. Zweifelhafte oder unbelegte Angaben werden zurückgefragt oder als „nicht bestätigt" gekennzeichnet. Quantitative Angaben sind Selbsteinschätzungen der meldenden Stellen und werden als solche gekennzeichnet.
Folgekostenabschätzung
Folgekosten sind qualitative Hinweise auf erwartbare Kostenverschiebungen in andere Systeme (Gesundheit, Justiz, Arbeitsmarkt, Bildung). Sie ersetzen keine ökonometrische Studie. Mittelfristig sind quantitative Modellierungen gemeinsam mit Gesundheitsökonom:innen und der Wissenschaft geplant.
Grenzen
Die Datenbank ist keine Vollerhebung. Sie bildet jene Kürzungen ab, die uns gemeldet oder öffentlich dokumentiert wurden. Regionen und Sektoren sind unterschiedlich repräsentiert. Der Datensatz ist als laufendes Projekt zu verstehen, das mit der Zeit dichter wird.
